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Süddeutsche Zeitung

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Typ: Tageszeitung
Erscheinungsweise: 6 x Woche
Anzeigenschluss: 4 Vortage 10 Uhr
Verlag: 80331 München
Auflage: 444.000

Süddeutsche Zeitung

Die Süddeutsche Zeitung (Abkürzung SZ) ist die größte deutsche überregionale Abonnement-Tageszeitung. Sie wird im Süddeutschen Verlag in München verlegt, seit ihr als sogenannte „wichtige meinungsbildende“ Tageszeitung die Lizenz zum Druck durch die US-amerikanische Besatzungsmacht erteilt wurde.

Die täglich verkaufte Auflage Montag - Samstag beträgt laut IVW 444.440 Exemplare (Stand: 2. Quartal 2005). Sie steigt und liegt weit vor ihrer direkten Konkurrenz, der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ), die eine Auflage von 375.772 hat (Stand 2. Quartal 2005) und der Welt mit einer Auflage von 234.905 (Montag - Freitag, Stand 2. Quartal 2005).

Innenpolitisch gilt die Süddeutsche Zeitung, wie bei Gründung geplant, als liberal-kritisches Medium. Wirtschaftspolitisch ist sie eher marktliberal einzuordnen.

Spezifisch für die SZ ist das Gewicht, das in den letzten Jahren der Kultur eingeräumt wird. Anders als bei der FAZ folgt das Feuilleton direkt auf den politischen Teil. Neben der Glosse Streiflicht ist die Seite 3 ein besonderes Merkmal der SZ. Hier erscheinen regelmäßig große Reportagen und Hintergrundartikel. Auf der vierten Seite, der Meinungsseite, findet man täglich einen Leitartikel, von bekannten Autoren der SZ geschrieben. Außerdem erscheint montags eine Beilage mit einer Auswahl von englischsprachigen Artikeln der New York Times, freitags das SZ-Magazin, samstags eine Wochenendbeilage und donnerstags, für die Auflage der Region München, eine Veranstaltungsbeilage SZ-Extra.

Im Sommer 2005 wurde die Süddeutsche Zeitung von deutschen Journalisten erstmals zum „Leitmedium“ Nummer Eins gewählt und löst damit den Spiegel ab. Das ist das Ergebnis der Studie Journalismus in Deutschland des Kommunikationswissenschaftlers Siegfried Weischenberg. Die Studie wird alle zehn Jahre einmal durchgeführt. 34,6 Prozent von 1536 repräsentativ ausgewählten Journalisten greifen demnach regelmäßig zur SZ, um sich zu informieren oder Themenanregungen zu finden. Beim Spiegel sind es 33,8 Prozent.

Geschichte

Die Münchner Neuesten Nachrichten gingen der Süddeutschen Zeitung voraus; ihr Titel wurde von der SZ vor einigen Jahren für ihren Lokalteil übernommen.

Die erste Ausgabe erschien am Samstag, dem 6. Oktober 1945 unter vergebener Lizenz Nr. 1 der Nachrichtenkontrolle der Militärregierung Ost zum Preis von 20 Pfennig. Das Blatt gehört somit zu den Zeitungen der Lizenzpresse. Diese erste Lizenz für die Herausgabe einer Zeitung in Bayern nach dem Zweiten Weltkrieg wurde August Schwingenstein, Edmund Goldschagg und Franz Josef Schöningh gewährt.

Seit Beginn der Krise auf dem Anzeigenmarkt der Tageszeitungen im Jahre 2000 verschlechterte sich auch die Lage der SZ zusehends. Es mussten neue Gesellschafter ins Boot geholt werden: Mit 18,75% kaufte sich die Südwestdeutsche Medienholding (Stuttgarter Zeitung, etc.) ein, die wiederum zu 44% der Medien-Union GmbH Ludwigshafen (Die Rheinpfalz, etc.) gehört. Aber auch die nordrhein-westfälische Ausgabe musste aus Kostengründen eingestellt werden, ebenso die Jugendbeilage Jetzt. Es kam zu zahlreichen Entlassungen. Die wirtschaftliche Situation hat sich zwischenzeitlich umgekehrt: Der Fehlbetrag 2002 betrug 76,6 Mio Euro, 2003 gab es bereits einen Überschuss von 0,6 Mio Euro, und 2004 wieder einen Überschuss von 37,1 Mio Euro.

Beim SZ-Magazin gab es im Mai 2000 einen Skandal, als bekannt wurde, dass das Magazin gefälschte Prominenten-Interviews des Journalisten Tom Kummer veröffentlicht hatte. Kummers fragwürdiges Verhältnis zur Beziehung von Realität und Fiktion (siehe Borderline-Journalismus) war schon länger bekannt gewesen.

Zusammen mit dem Nachrichtenmagazin Der Spiegel und den Zeitungen der Axel Springer AG kündigte die Süddeutsche Zeitung Anfang August 2004 ihre Rückkehr zur klassischen Rechtschreibung an, wozu die FAZ sich bereits im August 2000 entschieden hatte. Die SZ-Redaktion entschloss sich jedoch zu einem Kompromiss, der nur einige Teile der neuen Rechtschreibung rückgängig machte.

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