| Typ: | Tageszeitung |
| Erscheinungsweise: | 6 x Woche |
| Anzeigenschluss: | 6 Vortage 9 Uhr |
| Verlag: | 66103 Saarbrücken |
| Auflage: | 165.000 |
Geschichte
Die Saarbrücker Zeitung gehört zu den ältesten Tageszeitungen in Deutschland. Sie wurde 1761 als „Nassau-Saarbrückisches Wochen-Blatt“ gegründet. Ihren heutigen Namen erhielt sie im Jahre 1861. Die Saarbrücker Zeitung befand sich bis zum Jahr 1935 in privaten Händen. Nachdem 1935 das Saarland wieder an das Deutsche Reich angegliedert wurde, wurden die Besitzer von den Nazis enteignet. Nach dem Zweiten Weltkrieg stand die „SZ“ erst unter Aufsicht der französischen Verwaltung des Saarlands. Im Jahr 1956 kaufte das Land die Zeitung für 110 Millionen französische Francs. Der saarländische Landtag beschloss 1969 mit den Stimmen der CDU und FDP eine Reprivatisierung der Zeitung. Die SPD sprach sich dagegen aus, sie wollte das Blatt in eine Stiftung überführen. Seit 1970 ist die „SZ“ jedoch wieder in privater Hand.
An der Saarbrücker Zeitung Druckerei und Verlag GmbH ist heute mehrheitlich die Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck beteiligt. Anteile halten auch eine Beteiligungsgesellschaft der Belegschaft und eine von den 1970 im saarländischen Landtag vertretenen Parteien CDU, SPD und FDP errichtete Fördergesellschaft.
Regionalzeitung
Die Saarbrücker Zeitung ist mit einer Auflage von über 165.000 Exemplaren (Quelle: IVW, Quartal 2/2005) eine von vier Tageszeitungen im Saarland mit regionaler Berichterstattung. Sie wird von rund 530.000 Menschen (Mediaanalyse 2005) gelesen. Produziert wird sie in der verlagseigenen Druckerei. Die Saarbrücker Zeitung liefert ihren Lesern eine regionale und lokale Berichterstattung sowie überregionale Nachrichten und Berichte. Die „SZ“ hat elf Lokalredaktionen im Saarland. Das Haupthaus befindet sich im Saarbrücker Stadtzentrum. Das Blatt hat ein Korrespondentenbüro in Berlin und verfügt über ein internationales Korrespondentennetz. Chefredakteur ist seit Januar 2005 Peter Stefan Herbst, der zuvor schon Chefredakteur der Lausitzer Rundschau in Cottbus und der Dresdner Neuesten Nachrichten war.
Neben der Saarbrücker Zeitung bringt der Saarbrücker Zeitungsverlag auch die Regionalzeitungen Trierischer Volksfreund, Lausitzer Rundschau und den redaktionell mit der „SZ“ kooperierenden Pfälzischen Merkur (Zweibrücken) heraus.
Die Saarbrücker VerlagsService GmbH, eine Tochtergesellschaft des Verlages, bringt 20cent saar heraus. Dieses Regionalblatt im Tabloid-Format, das sich an junge Leser richtet, kooperiert mit der Zeitung 20cent in Cottbus. Der Verlag hat sich mit seinen verschiedenen Tochtergesellschaften zu einem multimedialen Unternehmen entwickelt: Zum Produktportfolio des Hauses Saarbrücker Zeitung gehören außerdem das Internet-Portal SOL.DE, das Magazin Potato und der Radiosender bigFM Saarland.
Außerhalb des Zeitungsbereichs gibt das Unternehmen auch Telefonbücher heraus und ist als Briefzusteller tätig. Es unterhält überdies Übersetzungsbüros, die ihre Dienstleistungen in der gesamten Europäischen Union anbieten.