Die Hamburger Morgenpost ist eine Hamburger Tageszeitung, bekannt unter der Abkürzung "MOPO".
Geschichte
Die Hamburger Morgenpost wurde 1949 als Boulevard-Tageszeitung mit einer Auflage von 6.000 Exemplaren von der Hamburger SPD gegründet, sie erschien erstmals am 16. September 1949 und wurde im Verlag der traditionsreichen Hamburger SPD-Parteizeitung "Hamburger Echo" verlegt. Bis Ende der 1950er Jahre steigerte sich die Auflage auf 450.000. Mitte der 1970er Jahre musste die SPD sie aus finanziellen Gründen verkaufen. Über mehrere weitere Eigentümer kam die Zeitung 1986 an die Verlagsgesellschaft Gruner & Jahr, die sie im Jahre 1999 an Frank Otto und Hans Barlach wieder abstieß. 2004 erwarb Hans Barlach alle Anteile von Frank Otto, bevor sie am 27. Januar 2006 durch die Finanzinvestoren Verons, Suhler, Stevensons (VSS) und Mecom gekauft wurde. CEO von Mecom ist David Montgomery. Die MOPO ist Teil der BV Deutsche Zeitungsholding, die auch den Berliner Verlag im Oktober 2005 gekauft hat. Die Finanzinvestorengruppe VSS ist die herrschenden Gesellschaft, während Mecom nur 14,99 % hält.
Format
Ursprünglich erschien die Morgenpost im Berliner Format, seit einem Relaunch 1986 erscheint sie im Tabloidformat. Der Wechsel führte aufgrund der Werbung mit dem "U-Bahn-Format" kurzfristig zu einer Auflagensteigerung. Ein nicht geringer Teil der Auflage wird als "Nachtausgabe" ab ca. 22 Uhr im Straßen- und Lokalverkauf abgesetzt, da die Hamburger Morgenpost die einzige Tageszeitung der Hansestadt ist, die flächendeckend im gesamten Stadtgebiet um diese Zeit erhältlich ist. Auch in zahlreichen Tankstellen mit Nachtöffnung ist die Nachtausgabe zu der Zeit bereits erhältlich. Dort wird oft nur die Nachtausgabe ganztägig angeboten.
Chefredakteure
Erster Chefredakteur war Heinrich Braune. Wolfgang Clement, der Bundeswirtschaftsminister im Kabinett Schröder, war von 1986 bis 1989 Chefredakteur der "MOPO". Sein Nachfolger wurde Ernst Fischer. Der derzeitige Chefredakteur Josef Depenbrock ist gleichzeitig Verlagsgeschäftsführer, und übernimmt seit Januar 2006 auch Managementfunktionen in der BV Deutsche Zeitungsholding.