Bei der Deister-Leine-Zeitung handelt es sich um eine kleine Lokalzeitung mit einer verkauften Auflage von 5.375 Exemplaren (IVW II/05). Sie erscheint in der Stadt Barsinghausen und im westlichen Landkreis Hannover im Verlag Philipp August Weinaug, der seit zu 100 Prozent dem Verlag C.W. Niemeyer aus Hameln (Deister- und Weserzeitung) gehört.
Von der Deister- und Weserzeitung bezieht die Deister-Leine-Zeitung auch den ‚Mantel', d.h. die überregionalen Politik-, Wirtschafts- und Sportseiten.
Die Zeitung steht im Wettbewerb mit der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung.
Geschichte
Die Deister-Leine-Zeitung wurde als Provinzial-Deister-Leine-Zeitung im Jahr 1885 in Wennigsen bei Hannover von Louis Romeyer gegründet. Noch im selben Jahr erfolgte die Verlegung des Unternehmenssitzes nach Barsinghausen und der Verkauf an den Buchdrucker Philipp August Weinaug, nach dem bis heute der Verlag benannt ist.
Wie andere deutsche Heimatzeitungen war auch die Provinzial-Deister-Leine-Zeitung eng mit den Honoratioren der Stadt verknüpft, was der Zeitung ab 1927 den Status eines amtlichen Kreisblattes für den Kreis Linden und nachfolgend des Landkreises Hannover sicherte.
Auch während des Nationalsozialismus konnte die Zeitung weiter wachsen und erhöhte so ihre Auflage zwischen 1934 und 1937 um zehn Prozent auf 3955 Exemplare. 1941 musste die Zeitung wie viele andere aus kriegswirtschaftlichen Gründen ihr Erscheinen einstellen. Vom Verlag wird diese Einstellungsverfügung darauf zurückgeführt, dass man eine Zusammenarbeit mit dem NS-Regime abgelehnt habe.
Nach der vom NS-Staat und anschließend auch von den Besatzungsmächten ausgesprochenen Erscheinungspause wurde die Zeitung mit der Gewährung der Pressefreiheit im Jahr 1949 als Deister-Leine-Zeitung erneut herausgegeben. Sie erschien nun vier Mal in der Woche, ab 1958 dann jeden Werktag. 1999 erfolgte die Übernahme durch die Deister- und Weserzeitung.