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Bremer Anzeiger

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Der Bremer Anzeiger (Motto: „ - stark, kompakt und voller Leben“) ist eine auflagenstarke Anzeigenzeitung in Bremen. Der redaktionelle Teil besteht aus Berichten der Politik, Lokales, Kultur, Sport, Boulevard und so genannten Servicebereichen. Obwohl die redaktionellen Teile nicht mit der Tagespresse mithalten kann, hat sich auch dieser Anzeiger zu einer Quelle für wissenschaftliches Zitieren entwickelt, da sich regionale politische Ereignisse in ihm abbilden, die so nicht immer in der Tagespresse wiederzufinden sind.

Auflage

2005/2006 wöchentlich 470.000 Exemplare

Geschichte

Der Bremer Anzeiger erscheint seit rund 30 Jahren. Druckort sind die Bremer Tageszeitung AG, die u.a. den Weser-Kurier herausbringt und den Bremer Anzeiger ursprünglich als Magazin und Werbebeilage seiner Tageszeitungen entwickelt hat. Daraus wurde schließlich ein eigenständiges Anzeigenblatt, das zunächst nur über verworrene Beteiligungsstrukturen an die Bremer Tageszeitungen AG gebunden war. Heute ist der Verlag des Bremer Anzeigers nicht nur ins Bremer Pressehaus eingezogen. Die Redaktions-GmbH "e-Medienservice Nord" liefert der Tageszeitung auch Teile redaktionell zu. Damit geht ein schleichendes Outsourcing von nennenswerten Teilen der Tageszeitungsredaktion einher. Dabei arbeiten die Redakteure des Bremer Anzeiger und der e-Medienservice Nord zu Bedingungen, die deutlich unter Tarif und Branchenschnitt liegen.

Heute erscheint der Bremer Anzeiger zweimal wöchentlich mittwochs und sonntages im halben Rheinischen Format.

Ein solcher Ableger des Bremer Anzeiger ist die Osterholzer Woche, da der Name Osterholzer Anzeiger bereits von eínem regionalen Konkurrenten belegt ist, der mit seinem Rheinischen Format und seinem zweimaligen Erscheinen pro Woche in der Qualität näher zur Tagespresse steht.

Größter Konkurrent auf dem Heimatmarkt Bremen in diesem umkämpften Pressesegment ist der Weser Report, der seit Herbst/Winter 2005 mit seinem Ableger Hamme-Report der Osterholzer Woche nach Osterholz-Scharmbeck gefolgt ist. Im Anzeigenvolumen und vor allem im rentablen Beilagengeschäft liegt der Bremer Anzeiger deutlich hinter seinem Konkurrenten zurück. Auch im journalistischen Renomee ist der Anzeiger noch weit von dem des Weser-Report entfernt, obwohl auch dieser als ehemaliges Parteiblatt der CDU keinen unumstrittenen Ruf genießt.

In Bremen-Nord erscheint als weiterer lokaler Wettbewerber das Wochenblatt "Das BLV".

Ableger

Osterholzer Woche

Die Osterholzer Woche war ein Anzeiger im Landkreis Osterholz und erschien mit einem anderen Motto („Die Landkreiszeitung am Sonntag“) als sein großer Bruder. Sein anfängliches Volumen bestand aus etwa 2-4 Faltblätter (DIN A2 = 8-16 Seiten) deren Anzahl sich bis zum Schluss augenscheinlich auf acht Faltblätter (36 Seiten} verdoppelt hatte. Dieses 'Magazin-Format' hatre er vom Bremer Anzeiger übernommen und wurde zusammen mit diesem im Stammhaus der Bremer Nachrichten gedruckt und über vorhandene Verteiler-Ringe des Osterholzer Kreisblatt entweder als Beilage zum "Sonntagskurier" oder separat ausgetragen.

Das (wohl immer schon erwartete) Erscheinen des Hamme-Report sowie die starke örtliche Konkurrenz mit dem Osterholzer Anzeiger könnten zur besagten Verdopplung des Volumens beigetragen haben, haben das Ende aber nicht verhindert, welches mit Ausgabe vom 19. Februar 2006 vom Chefredakteur Jens Tittmann verkündet wurde.

Gattungsgemäß war die journalistische Qualität weit hinter den Möglichkeiten der Tagespresse zurückgeblieben. Ein typisches Beispiel der journalistischen Arbeitsweise dieser Presse-Gattung lieferte die Osterholzer Woche in seiner letzten Ausgabe mit dem Bericht üner die Fertigstellung des neuen Geschäftshauses in Osterholz-Scharmbeck (Bahnhofstr. 99-105) ab. Dem Artikel - mit Foto über die gesamte Breite - der das Objekt geradezu abpreist, folgen auf dem Rest der selben Seite drei Anzeigen der beteiligten Bau- und Zuliefererunternehmen und ein weiterer Bericht der beteiligten Sparkasse erläutert, wie Eigentum erworben werden könnte, wenngleich auf das Objekt nicht direkt hingewiesen wurde. Diese Art der 'Anpreisung' stellt wohl mehr da, als gängiges „product placement“ im Sinne eines Marketing zu sein und muß Zweifel aufkommen lassen, ob es sich hier noch ansatzweise um Journalismus handelte.

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